Stolpersteinverlegung am 9. Juni 2015 in Berlin

Der Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig hat seit 1992 inzwischen über 50.000 „Stolpersteine“ in Deutschland und in 18 weiteren europäischen Ländern verlegt. Sie bilden damit das größte dezentrale Mahnmal für verfolgte und ermordete Menschen durch die Nationalsozialisten. Jeder der Pflastersteine trägt eine Messingplatte mit dem Namen eines Opfers und wird in den Bürgersteig vor dessen ehemaliger Wohnanschrift eingelassen.

Am 9. Juni 2015 verlegte Demnig zehn Stolpersteine in Berlin am Ufer der Spree vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gegenüber des Reichstags für Bewohnerinnen und Bewohner des ehemaligen Hauses Schiffbauerdamm 29: Willy, Rosalie, Ruth und Abraham A. Hirsch, Ella Horowitz, Jacob, Max und Else Tichauer sowie Martin und Jenny Schwersenski.

Die Patenschaft für die Aktion hatten Mitglieder des Bundestags übernommen: Philipp Lengsfeld, Gitta Connemann, Michael Kretschmer, Thomas Oppermann, Eva Högl, Kerstin Griese, Petra Pau, Volker Beck und Ulle Schauws.

Die hinter den „Stolpersteinen“ stehende Idee ist ebenso einfach wie stark, indem sie Geschichte mit individuellen Schicksalen verbinden und in urbaner Umgebung die Ergebnisse von Archivrecherchen weithin sichtbar machen, die üblicherweise nur in Bibliotheken oder im Internet in Form von „Gedenkbüchern“ zugänglich sind.

Mehr Information ist zu finden auf der website der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin sowie auf der website von Gunter Demnig.